Sonntag, 21. April 2019

Rentenbesteuerung

Amtshilfe mit Spanien wird verfeinert

Senioren im Urlaub

Senioren im Ausland werden auch vom deutschen Fiskus erfasst

Artikel erstellt von:  Andreas Reichert
Datum: 15.05.2013

Seit 1. Januar 2013 gilt das neue Doppelbesteuerungsabkommen mit Spanien. Für Senioren, die in Spanien leben und aus Deutschland eine Renten beziehen, ändert sich ab 2015 die Besteuerung. Um die Besteuerung im Ansässigkeitsstaaat sicherzustellen, haben sich Spanien und Deutschland nun auf einen Amtshilfeaustausch geinigt.

Mit einer "Absprache für die gegenseitige Amtshilfe in Steuersachen" versprechen sich Spanien und Deutschland gegenseitige Hilfe und den Austausch von Informationen in bestimmten Steuerangelegenheiten. Konkret soll die Besteuerung von Renten aus der Sozialversicherung sichergestellt werden.

Dabei werden Renten zwar weiterhin im Ansässigkeitsstaat besteuert. Ab 2015 kann der Quellenstaat aber eine Steuer von bis zu 5 Prozent auf die Einnahmen erheben. Für Neurentner ab 2030 steigt die Quellensteuer auf 10 Prozent.

Durch die Quellensteuer wird der Steuervorteil ausgeglichen, der durch die Einführung der nachgelagerten Besteuerung entsteht. Denn jedes Jahr steigt der Anteil der Rentenversicherungs-Beiträge, die steuermindernd abgezogen werden kann. Entfällt die spätere Besteuerung der Einnahmen, weil der Empfänger in das Ausland verzogen ist, entsteht ein Ungleichgewicht. Dieses soll die Quellensteuer abfedern.

Das Amtshilfeverfahren soll sicherstellen, dass die Renten auch in Spanien besteuert werden. Ansonsten könnten sich Senioren durch den Wegzug nach Spanien nicht nur einen warmen Lebensabend, sondern auch steuerfreie Einnahmen sichern. Das Doppelbesteuerungsabkommen mit Spanien sowie die Absprache der gegenseitigen Amtshilfe finden Sie hier.