Donnerstag, 18. Juli 2019

Gesetzesänderungen

SEPA - Was Sie als Verbraucher wissen müssen

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Stichtag ist der 31.1.2014. Am folgenden Tag wird SEPA eingeführt

Artikel erstellt von:  Andreas Reichert
Datum: 26.11.2013

SEPA - das ist ein neues Zahlungssystem, das künftig den innereuropäischen Zahlungsverkehr deutlich vereinfachen soll. Doch was bringt uns diese Umstellung genau und was müssen Verbraucher beachten? Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Vorteile.

Wahrscheinlich hat jeder schon mal davon gehört, dass sich demnächst bei den Überweisungen etwas ändern soll. Aber so richtig weiß kaum einer Bescheid, was SEPA eigentlich ist und was zu tun ist. 

Auslandsüberweisungen werden einfacher

Wer schon einmal eine Auslandsüberweisung durchgeführt hat, kennt die Probleme: Es werden plötzlich horrende Gebühren fällig, die bei einer Inlandsüberweisung nicht anfallen. Außerdem dauern Auslandsüberweisungen gewöhnlich länger.

SEPA soll diese Probleme lösen. SEPA steht für Single Euro Payments Area – zu deutsch: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Grundidee ist, ein einheitliches Zahlungssystem innerhalb der EU zu schaffen, um problemlos Überweisungen ins Ausland tätigen und Lastschriftverfahren und Kartenzahlungen mit Auslandsbezug durchführen zu können – so, wie man es von Inlandsüberweisungen kennt. Für jeden Bürger aus sämtlichen Teilnehmerländern soll es damit künftig möglich sein, Überweisungen über die Landesgrenzen hinweg durchzuführen, ohne dass dadurch zusätzliche Kosten entstehen oder komplizierte Angaben erforderlich werden.

Lastschriften werden sicherer

Verbraucher können Lastschriften künftig auf bestimmte Beträge oder Empfänger beschränken. So können Sie Empfänger auf eine "Blacklist" setzen, bestimmte Empfängerkonten aussperren oder Lastschriften auf eine bestimmte Zahlungsperiode begrenzen.

In der Folge müssen Sie Lastschriften, die Sie nicht schriftlich erteilt haben, noch einmal bestätigen. Für Verbraucher entsteht dadurch aber kein finanzieller Mehraufwand. Sie müssen dann in bestimmten Fällen nur darauf achten, dass die korrekte IBAN verwendet wird.

Was müssen Verbraucher beachten?

Die gute Nachricht: Für Verbraucher ist die Umstellung nicht kompliziert. Folgende Punkte sollten Sie wissen - dann sind Sie gut auf die Umstellung vorbereitet:

1.

Ihre bisher bekannte Kontonummer brauchen Sie für den bargeldlosen Zahlungsverkehr künftig nicht mehr. Das Pendant zur Kontonummer ist jetzt die IBAN (International Bank Account Numbers). Diese dürfte Ihnen aber in Teilen bekannt sein: nach dem Ländercode (DE) und einer zweistelligen Prüfziffer können Sie – gegebenenfalls nach mehrere Nullen - die ehemalige Bankleitzahl und Kontonummer ablesen. Beispiel: DE120007654321

2.

Statt der ehemaligen Bankleitzahl benötigen Sie ab Februar 2014 die sog. BIC (Bank Identifier Code). Diese setzt sich zusammen aus einem Bankcode, einem Ländercode, einer Ortscodierung und gegebenenfalls einer Filialkennzeichnung. Beispiel: BELADEBE1234 für die Deutsche Landesbank (Berliner Sparkasse).

3.

Die Umstellung gilt für Inlands- und Auslandsüberweisungen. Daueraufträge werden automatisch umgestellt. Als Verbraucher können Sie sogar innerhalb der Übergangsfrist bis zum 1. Februar 2016 weiterhin mit Ihrer „alten“ Kontoverbindung z.B. Online-Banking betreiben. Trotzdem sollten Sie, wenn Sie Informationsschreiben Ihrer Gläubiger erhalten, abgleichen, ob die Nummern dem Muster entsprechen. Ablesen können Sie BIC und IBAN z.B. auf Ihrem Kontoauszug.