Mittwoch, 19. Juni 2019

Abgabe der Steuererklärung

So verkürzen Sie die Wartezeit auf den Steuerbescheid

Finanzamt

Warten auf das Finanzamt und die Steuererstattung

Artikel erstellt von:  Andreas Reichert
Datum: 13.09.2013

Manchmal geht es schnell. Aber manchmal muss man auf seinen Steuerbescheid monatelang warten. Der Bund der Steuerzahler hat die Bearbeitungszeiten beim Finanzamt untersucht und große Unterschiede festgestellt. Gehören Sie zu den glücklichen Steuerzahlern mit kurzen Bearbeitungszeiten? Wie können Sie die Bearbeitungszeit verkürzen?

Der Bund der Steuerzahler wehrt sich nicht nur gegen Steuerverschwendung. Auch die Geschwindigkeit der Finanzverwaltung erscheint immer mal wieder im Fokus. Denn es ist natürlich für den Steuerbürger ärgerlich, wenn er lange auf eine Steuererstattung warten muss.

Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass es Glückssache ist, ob man zufälligerweise ein schnelles Finanzamt oder ein langsames erwischt hat. Denn die Bearbeitungszeiten unterscheiden sich nicht nur zwischen den einzelnen Bundesländern erheblich. Auch innerhalb der Länder können die Ergebnisse sehr unterschiedlich ausfallen. Das gesamte Ergebnis der Untersuchung und die Pressemitteilung des Bunds der Steuerzahler finden Sie hier.

Es stellt sich die Frage, wie man die Bearbeitung der Steuererklärung beschleunigen kann. Nachfolgend ein paar einfache Tipps und Handlungsempfehlungen.

Wie können Steuerpflichtige die Bearbeitungszeit beim Finanzamt beschleunigen?
  • Reichen Sie Ihre Steuererklärung so früh wie möglich ein. Denn die Steuererklärungen werden in der Regel nach dem Prinzip "First In - First Out" bearbeitet. Je eher Sie einreichen, desto schneller wird Ihre Steuererklärung bearbeitet.
  • Versenden Sie Ihre Steuererklärung elektronisch per ELSTER. Elektronisch eingereichte Steuererklärungen werden bei der Bearbeitung bevorzugt.
  • Fügen Sie nur die Belege bei, die das Finanzamt tatsächlich benötigt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, übersenden Sie besser zu viele als zu wenige Belege. So vermeiden Sie zeitraubende Rückfragen.
  • Sortieren Sie Ihre Belege passend zu den Anlagen. Wenn Sie viele Belege haben, fügen Sie Zwischenaufstellungen bei. Es gilt das Prinzip: Machen Sie es dem Finanzbeamten möglichst einfach, Ihre Steuererklärung zu überprüfen.
  • Wenn bereits einige Wochen seit der Abgabe der Steuererklärung vergangen sind, können Sie auch beim Finanzamt anrufen und nach dem Stand der Bearbeitung fragen. Allerdings darf sich das Finanzamt Zeit lassen. Erst nach sechs Monaten können Sie einen sogenannten Untätigkeitseinspruch einlegen und sich gegen die Nicht-Bearbeitung wehren (s. dazu "Wann Sie einen Untätigkeitseinspruch einlegen sollten"). Oftmals erreicht man aber mehr, wenn man nach angemessener Zeit einfach freundlich mit dem Sachbearbeiter beim Finanzamt spricht und sein Anliegen vorbringt.