Sonntag, 19. Mai 2019

Versicherungen, Sonstige private Ausgaben

Praxisgebühr keine Sonderausgabe

Artikel erstellt von:  Andreas Reichert
Datum: 23.08.2012

Können Praxisgebühren als Sonderausgabe abgezogen werden? Der Bundesfinanzhof hat diese Frage verneint.

Die Praxisgebühr wird in der Regel zum Abzug als außergewöhnliche Belastung anerkannt. Weil jedoch die zumutbare Eigenbelastung angerechnet werden muss, wirkt sich die Praxisgebühr in den meisten Fällen steuerlich nicht aus.
Ein Ehepaar beantragte daher den unbeschränkten Abzug als Sonderausgabe zusammen mit ihren Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen. Dies wurde vom Finanzamt verweigert. Das Finanzgericht und der Bundesfinanzhof bestätigten das und versagen den Abzug der Praxisgebühr als Sonderausgabe.
Grund: Die Praxisgebühr führt nicht zu einem erhöhten Versicherungsschutz, sondern ist lediglich eine Beteiligung der Versicherten an den Krankheitskosten.