Montag, 20. Mai 2019

Sonstige private Ausgaben

Machen Sie Hochwasserschäden steuerlich geltend

Hochwasser

Bei Hochwasser gibt es nicht nur nasse Füsse

Artikel erstellt von:  Andreas Reichert
Datum: 06.06.2013

Der Deutsche Steuerberaterverband weist aus aktuellem Anlass auf die Möglichkeit hin, das Aufwendungen zur Beseitigung von Hochwasserschäden steuerlich geltend gemacht werden können. Um die größtmögliche Steuerentlastung zu erhalten, gibt es jedoch Einiges zu beachten.

Hochwasserschäden lassen sich in der Regel nicht vermeiden. Die dadurch entstandenen Aufwendungen zur Beseitigung der Schäden sind zwangsläufig und können daher als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. Der Abzug ist allerdings nur möglich, soweit der Schaden nicht durch eine Versicherung übernommen wird.

Dies gilt jedoch nur für den privaten Bereich, z.B. für die selbst genutzte Immobilie. Entsteht ein Schaden an einem Objekt, das mit einer Einkunftsart zusammenhängt, sind die Aufwendungen dort zu berücksichtigen, z.B. bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung. Der Abzug bei der Einkunftsart hat somit Vorrang vor den außergewöhnlichen Belastungen.

Außergewöhnliche Belastung sind begrenzt abziehbar: Die Kosten wirken sich steuerlich nur dann aus, wenn die zumutbare Eigenbelastung überschritten ist. Aus diesem Grund sollten Sie die Aufwendungen in einem Jahr bündeln. Das erreichen Sie beispielsweise dadurch, indem Sie Kosten vorziehen bzw. in einem späteren Jahr bezahlen.

Empfehlung: Auch wenn Sie in der Regel wenige außergewöhnliche Belastungen haben, wie z.B. Krankheitskosten, sollten Sie immer alle Belege sammeln. Durch ein unerwartetes Ereignis, wie z.B. die aktuelle Hochwasserkatastrophe, können hohe Aufwendungen entstehen. In diesen Fällen wirken sich auch die "kleinen" Belege aus.

Die zumutbare Belastung ist abhängig vom Gesamtbetrag der Einkünfte, der Art der Veranlagung und der Anzahl der Kinder für die ein Anspruch auf Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag besteht. Weitere Informationen zur zumutbaren Belastung finden Sie hier.