Samstag, 24. August 2019

Sonstige private Ausgaben, Außergewöhnliche Belastungen, Werbungskosten

Gilt die zumutbare Belastung auch bei Berufskrankheiten?

Zuletzt aktualisiert am 22.08.2012

Krankheitskosten können als außergewöhnliche Belastung abgezogen werden, soweit sie die zumutbare Eigenbelastung übersteigen. Bei Berufskrankheiten gelten Ausnahmen.

Krankheitskosten sind normalerweise nur im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen abzugsfähig. Hier wirken sich die Aufwendungen nur aus, wenn sie die zumutbare Belastung übersteigen. In den meisten Fällen erreicht man das nur mit hohen Arztrechnungen.

Eine Ausnahme besteht bei Krankheiten, die durch den Beruf hervorgerufen wurden. Diese Krankheitskosten reduzieren als Werbungskosten oder Betriebsausgaben die Höhe der Einkünfte und wirken sich dadurch in voller Höhe aus. Doch auch hier gibt es wieder eine Ausnahme: Berufliche Krankheitskosten wirken sich bei Arbeitnehmern nur aus, soweit die Werbungskosten den Werbungskostenpauschbetrag übersteigen.