Mittwoch, 16. Oktober 2019

Sonstige betriebliche Themen

Steuern sparen mit dem Luxus-Sportwagen

Lamborghini

Sind Verluste, die mit einem Lamborghini eingefahren werden, steuerlich zu berücksichtigen?

Artikel erstellt von:  Andreas Reichert
Datum: 05.07.2013

Egal ob Porsche oder Lamborghini, Sportwagen sind teuer im Unterhalt. Der Eigentümer eines Porsche 911 kam daher auf die Idee, seinen Sportwagen zu vermieten und gründete eine Autovermietung. Die Autovermietung machte aber (leider?) nur Verlust. War der Verlust steuerlich anzuerkennen?

Versicherung, Steuern, Wartung, Reparaturen, neue Reifen... Dies alles kostet bei einem Luxus-Sportwagen ein wenig mehr als beim Familienkombi. Warum nicht das Finanzamt an den Kosten beteiligen? Das dachte sich wohl der Eigentümer eines Porsche 911 und gründete dazu eine Autovermietung.

Doch die Vermietung lief offensichtlich nicht so gut wie geplant. Nach einer Weile stellte der Porschefahrer den Betrieb wieder ein und schloss mit einem Verlust. Das Finanzamt erkannte aber die Gewinnerzielungsabsicht nicht an und berücksichtigte den Verlust nicht. Dagegen klagte der Autovermieter - erfolglos.

Interessant ist die Klagebegründung: Der Kläger behauptete, dass er den Wagen aufgrund seiner Leibesfülle und seines Körpergewichts von 220 kg nicht habe selbst nutzen können. Er behauptete, dass sein Businessplan wohl durchdacht und die potentielle Anfrage nach Fahrten mit einem solchen Sportwagen bestünden. Damit kam der Eigentümer des Porsche aber nicht beim Finanzgericht durch. Nach deren Auffassung war von Anfang an mit einem Verlust zu rechnen. Und ob der Eigentümer sein Fahrzeug nicht selbst nutzen konnte sei nebensächlich, solange seine Lebensgefährtin den Sportwagen hätte fahren können.

Die Pressemitteilung des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg finden Sie hier.