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Montag, 18. Februar 2019

Arbeitslohn

Unterkunft vom Arbeitgeber – neue Sachbezugswerte ab 1.1.2015

Holzhaus

Sachbezusgwerte bei Unterkunft steigen.

Artikel erstellt von:  Annika Haucke
Datum: 25.11.2014

Wenn der Arbeitgeber einem bei Lebensnotwendigkeiten wie Essen oder Unterkunft unterstützt, müssen Sie das versteuern. Hierfür gibt es Sachbezugswerte, die jährlich angepasst werden. Maßstab ist der Verbraucherindex – der für 2015 nur bei der Unterkunft Änderungen bringt.

Eine vergünstige Wohnung, ein kostenloses Essen in der Kantine – über solche geldwerten Vorteile freut sich jeder Arbeitnehmer. Doch die „milden Gaben“ erhält dieser natürlich nicht umsonst. Er muss darauf Steuern zahlen. Die zugrunde zu legenden Werte sind die Sachbezugswerte; der für 2015 maßgebliche Verbraucherpreisindex von Juni 2013 bis Juni 2104 steigt nur im Bereich Unterkunft und Miete: um 1,1%.

Das hat zur Folge, dass sich der Sachbezugswert ab Januar 2015 für Unterkünfte (=Mitbenutzung von Bad, Toilette und Küche) von 221 auf 223 € erhöht. Bei Wohnungen (=in sich geschlossene Einheit von Räumen, in denen ein selbständiger Haushalt geführt werden kann) gilt dagegen: Grundsätzlich wird der ortsübliche Vergleichspreis herangezogen. Lässt sich dieser nicht ermitteln, gelten folgende - ab 2015 erhöhte - Werte: Hat der Arbeitgeber eine Bleibe mit einfacher Ausstattung – also ohne Sammelheizung bzw. ohne Bad oder Dusche - zur Verfügung gestellt, sind demnach 3,20 € pro Quadratmeter zu versteuern, während bei der Wohnung mit der  höherer Ausstattung 3,92 € pro Quadratmeter zugrunde zu legen sind.

Beispiel:

Arbeitgeber Anton Gebler ist Eigentümer einer 50qm-Wohnung mit Bad. Eine ortsübliche Vergleichsmiete lässt sich nicht ermitteln. Er überlässt diese dem Arbeitgeber Arndt Nähmler, welcher 100 € hinzuzahlt. Für die Berechnung gilt: Sachbezugswert minus vom Arbeitnehmer zugezahlter Eigenanteil = zu versteuernder und beitragspflichtiger geldwerter Vorteil. Bedeutet ab dem 1.1.2015:

(50qm Wohnfläche * 3,92€) – 100 € zugezahlter Betrag = 196 – 100 = 96 €. Diese 96 € müssen versteuert werden.

Im Bereich Verpflegung bleibt dagegen alles beim Alten: Hier verweilt der Monatswert für Verpflegung bei 229 €. Anzusetzen sind demnach für verbilligte und kostenlose Mahlzeit für ein Frühstück 1,63 € und für ein Mittag- oder Abendessen 3,00 €. Entsprechende Ausführung hierzu finden Sie in unserem Artikel „Lohnsteuer: Neue Sachbezugswerte für Mahlzeiten ab 1.1.2014“.