Montag, 18. November 2019

Arbeitslohn

Lohnsteuer: Neue Sachbezugswerte für Mahlzeiten ab 1.1.2014

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Was gibt es heute bei Ihnen zu essen?

Artikel erstellt von:  Andreas Reichert
Datum: 04.12.2013

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen. Deshalb sollte auch jeder Arbeitgeber ein Interesse daran haben, dass sich seine Arbeitnehmer „ordentlich ernähren“. Steuerlich ist dabei aber einiges zu beachten. 2014 stehen Änderungen an – wir sagen Ihnen welche.

Alles wird teurer - das stellen Verbraucher immer wieder schmerzlich fest. Auch Essenspreise nehmen stetig zu und das wirkt sich auch auf die Sachbezugswerte aus. Ab 1. Januar 2014 steigen diese wie folgt:

  • Mittag- oder Abendessen: 3,00 Euro täglich
  • Frühstück: 1,63 Euro täglich
Wofür werden die Sachbezugswerte benötigt?

Isst der Arbeitnehmer in der firmeneigenen Kantine, gilt: Bei Gratisessen muss der Arbeitnehmer einen Sachbezugswert ansetzen, der versteuert wird und beitragspflichtig ist („geldwerter Vorteil“). Bekommt der Arbeitnehmer die Mahlzeit nur billiger, heißt das steuerlich: Sachbezugswert minus zugezahlter Betrag = zu versteuernder und beitragspflichtiger geldwerter Vorteil. Der Angestellte muss also nicht den vollen geldwerten Vorteil besteuern, sondern nur einen Teil davon.

Beispiel: Der Angestellte Harry Hungrig isst in der Kantine ein Schnitzel im Wert von 5,20 Euro. Der Arbeitgeber übernimmt den vollen Preis. Der geldwerte zu versteuernde Vorteil beträgt 3,00 Euro.

Müsste Hungrig dagegen 2,00 Euro für das Schnitzel zahlen, ergäbe sich ein geldwerter Vorteil von 3,00 Euro minus 2,00 Euro = 1,00 Euro.

Änderungen bei Auswärtstätigkeiten und doppelter Haushaltsführung

Hin und wieder muss ein Arbeitnehmer für die Arbeit auch auswärts tätig sein. Übernimmt der Arbeitgeber in diesem Fall die Kosten für die Mahlzeit, gilt auch hier grundsätzlich ein Sachbezugswert von 3,00 Euro pro Mittagsessen. Der Unterschied ist aber: Ab 1. Januar 2014 darf die Mahlzeit nicht mehr als 60 Euro kosten. Dieser Wert lag bisher noch bei 40 Euro.

Folge: Kostet das Steak des Harry Hungrig 59 Euro, sind nur 3,00 Euro zu versteuern und beitragspflichtig. Wählt er das Steak mit extra Bohnen für 61 Euro, muss er den gesamten Betrag voll versteuern und er ist auch in dieser Höhe beitragspflichtig. Würde Hungrig 3 Euro dazubezahlen, wäre das Essen übrigens lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

Fazit

Für Arbeitnehmer ist die Erhöhung der Sachbezugswerte nachteilig. Denn die Änderungen führen zu höherer Lohnsteuer und höheren Sozialversicherungsbeiträgen. 

Sie sehen, Essen kann auch kompliziert sein. Na dann: Mahlzeit!